Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

Startseite

 

Das aktuelle Programmheft als PDF-Datei

Zur Seite der Neuen Literarischen Gesellschaft beim Verlag Blaues Schloss

Zur Reihe Uni im Café beim Verlag Blaues Schloss

Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Liebe Literaturfreunde,
unsere Sommerpause geht zu Ende, und es erwartet Sie ein umfangreiches belletristisches Programm, in dessen Mittelpunkt die neue Literatur der Ukraine steht. Auch unsere Reihe "Uni im Café" bietet Ihnen neue interessante Themen.

Wir beginnen mit Besuch aus Südfrankreich am Sonntag, dem 4. September, 11 Uhr im Café Vetter mit einer Doppellesung mit Gerda Wittmann-Zimmer und Axel Michael Sallowsky, die Ihnen Lyrik, Prosa und Chanson bieten.


So, 4. September, 11 Uhr, Café Vetter
Doppellesung mit
Gerda Wittmann-Zimmer und Axel Michael Sallowsky
Lyrik, Prosa und Chansons

Das Schriftstellerpaar war lange Jahre journalistisch tätig und übersiedelte vor sieben Jahren ins Midi, leben und arbeiten unter dem Mistral und den Farben der volets. Gerda W.-Zimmer wird aus ihrer Trilogie "Le chemin ailleurs/ Der Weg woanders" lesen, A, M, Sallowsky aus seiner soeben beendeten Biographie "Treibgut nur im Strom der Zeit" (Unvollständiges Tagebuch über ein glückliches Leben in Südfrankreich und andere Lebensgeschichten).

Der Autor war Seemann, Lied- und Opernsänger, Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Theatern sowie 30 Jahre Kultur-Redakteur (ua. 1977-79 Ressortleiter Kultur der OP). Er wird auch einige Kostproben von Chansons geben, die er nach Texten von Jacques Prévert vertont hat. Beide sind in Frankreich in zahlreichen Auftritten unterwegs.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder, Studenten: 8,- €


Uni im Café
So, 25. September, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Dr. Joachim Kahl
Johann Gottfried Herder (1744-1803) – ein zu Unrecht fast vergessener deutscher Dichter und Denker

In Marburg erinnert an ihn nur das Herder Institut am Rande des Schlossparks, dessen Aufgabengebiet freilich nur wenig von seiner Größe und Vielseitigkeit ahnen lässt. Persönlich bekannt oder im Briefaustausch stehend mit vielen Intellektuellen seiner Zeit, wie Kant, Hamann, Lessing, Wieland, Schiller, Goethe, aber auch Diderot und d'Alembert, inspirierte und begleitete er alle wesentlichen Etappen der deutschen Kultur seiner Zeit - Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik.

Im Vortrag stehen seine beiden philosophischen Hauptwerke im Mittelpunkt: "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" sowie "Briefe zur Beförderung der Humanität". Besonders lehrreich dabei sind Herders Verehrung für Spinoza und seine berufliche Stellung als protestantischer Geistlicher – eine Beziehung, die nicht konfliktfrei verlaufen konnte.

Eintritt: 8,- € / Mitglieder, Studenten: 6,- €


So, 9. Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Guntram Vesper
(Literaturpreisträger der Buchmesse Leipzig)
liest aus seinem Roman "Frohburg"

Frohburg ist der Ort von Vespers Geburt 1941, Jugend, Aufwachsen und Erwachen, die Flucht der Familie 1957, das umliegende Land die Folie der Geschichtsbetrachtung einer deutschen Epoche. Hier werden ein Land und eine Zeit gültig festgehalten, Kultur und Politik, Krieg und Nachkrieg, ein umfassendes, großartiges Portrait deutschen Lebens im zwanzigsten Jahrhundert; ein gewaltiges Prosawerk, das neben die großen Bücher von Peter Kurzeck, Walter Kempowski und Uwe Johnson zu stellen ist.

Frohburg ist ein Füllhorn an Geschichten, zumeist aus eigenem Erleben grundiert, eine große autobiographische Erzählung, ein Welt-Buch im Überschaubaren, ein Geschichts- und Geschichtenpanorama, wie wir schon lange keines hatten.

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik »Guntram Vespers Roman Frohburg gehört zu den Büchern, bei denen man leicht, ganz schnell, auf die großen Begriffe kommt. Opus magnum. Mammutwerk. Solche Wendungen. Schließlich breitet Guntram Vesper eine umfangreiche Geschichtslandschaft vor uns aus, die von der Gegenwart aus die alte Bundesrepublik, die DDR natürlich, die Nazizeit umfasst und weit in die Geschichte Deutschlands zurückbindet, bis dahin, wohin nur noch die Geschichtsbücher reichen.« Begründung der Jury

Eintritt: 12 € / Mitglieder, Studenten: 10 €


So, 16. Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Boris Chersonskij
liest aus "Familienarchiv"
Ljudmila Chersonska, Lyrik

Ljudmila Chersonska und Boris Chersonski (beide Odessa) lesen (mit deutscher Übersetzung). Mit dem Schriftstellerehepaar aus Odessa beginnen
wir unseren literarischen Schwerpunkt, den wir auch angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen der ukrainischen Literatur widmen.

Beide Autoren schreiben in russischer Sprache. Ljudmila Chersonska, Jahrgang 1964, die aus Moldaiwen stammt, studierte in Odessa Romanistik und Germanistik, arbeitet als Dolmetscherin und Übersetzerin aus dem Englischen. Sie ist mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin.

Der Schriftsteller, Übersetzer, klinische Psychologe und Psychiater Boris Chersonskij liest aus dem Roman "Familienarchiv". In seinem Roman erzählt Chersonskij eine russischjüdische Familiengeschichte durch die Tragödien des 20. Jahrhunderts: Kleinbürger und Mittelstand, Ärzte, Lehrer, sowjetische Beamte, Händler, Kommandanten der Roten Armee, sogar ein orthodoxer Priester ist darunter, Gerechte und Sünder, Zyniker und Idealisten, Weise und Verrückte, - sie alle verbindet das Leben in Odessa.

Eintritt: 10 € / Mitglieder, Studenten: 8 €


So, 30.Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Aleš Šteger
liest in deutscher Sprache aus dem Roman
"Archiv der toten Seelen"
Šteger, Jahrgang 1973, gilt als der bekannteste slowenische Autor seiner Generation.


Uni im Café
So, 6. November, 11 Uhr, Café Vetter
Professor Dr. Herman Hofer

stellt Ihnen Stendhal (eigentlich Henri Beyle), den Autor der berühmten Romane "Rot und Schwarz" und "Die Kartause von Parma" vor.


So, 20. November, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Heiko Postma
stellt den ersten Teil seiner umfangreichen Würdigung von Werk und Leben
Theodor Fontanes vor.


So, 27. November, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Dr. Joachim Kahl
Kleine Philosophie des Schenkens

Schenken und Beschenktwerden, sich über Geschenke freuen oder über Geschenke enttäuscht, wenn nicht verärgert sein - ein universaler Sachverhalt, der überall vorkommt und Menschen aller Kulturen und Zeitalter betrifft, also nicht nur zu Weihachten stattfindet.

Schenken - abgeleitet vom Einschenken beim Empfang von Gästen - ist ein hochkomplexer sozialer Vorgang, in dem sich viele Aspekte des Zusammenlebens spiegeln. Schon die alten Römer kamen der Illusion des selbstlosen Geschenkes auf die Spur, indem sie formulierten: "Do ut des." Ich gebe, damit du gibst.

Der Übergang vom vermeintlich erwartungsfreien Geschenk zum rationalen Äquivalententausch ist fließend. Denn an jedes Geschenk heftet sich - zu Recht - die (oft sehr diskrete) Erwartung der Dankbarkeit. Wenn auch das vierte Geschenkpaket an den Enkel unbeantwortet bleibt, dann wird sich die frustrierte Großmutter schließlich sehr überlegen, wie oft sie das Ganze fortsetzen will. Geben und Nehmen, Gabe und Gegengabe müssen sich langfristig in einem gewissen Gleichgewicht einpendeln, soll menschliches Leben befriedigend verlaufen. Fingerspitzengefühl und Großherzigkeit sind hilfreiche Ratgeber dabei.

Eintritt: 8,- € / Mitglieder, Studenten: 6,- €


So, 4. Dezember, 11 Uhr, Café Vetter
Marburgerinnen und Marburger lesen ihr Lieblingsgedicht
Eintritt: 10.-€, Mitglieder 8.- €


So, 18. Dezember, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Heiko Postma
Weihnachtsmatinee