Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Das neue Programm von Literatur um 11
mit internationaler Belletristik und wissenschaftlichen Vorträgen


Sonntag, 28. Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Emilia Blumenberg / Nils Mille
Oh, Oh, Chéri – Französische Chansons

Ein französisches Chanson ist wie ein einziger Atemzug. Es rinnt, perlt, zischt und brodelt bis es zu einem goldenen Fluidum wird, das Geist und Körper entzückt: „Car l´art n´est qu´amour“, schrieb 1928 die große Chansonsängerin Yvette Gilbert, „denn die Kunst ist nichts als Liebe“.

Nach seiner erfolgreichen Édith-Piaf-Hommage musiziert das Duo Blumenberg/Mille erneut verschiedene Facetten dieser Liebe. Die Sängerin und ihr Pianist präsentieren dieses Mal Chansons einer Vielfalt französischer Interpreten/innen:
„Ca, c´est Paris“ der legendären Mistinguett, Charles Trenets „Ménilmontant“, Léo Ferrés beschwingte „Jolie Môme“, die fragilen „Trois Petites Notes de Musique“ Juliette Grécos, den tragikomischen Zungenbrecher „Ta Katie t´a quitté“ von Boby La Pointe, Francoise Hardys blind verliebtes „Oh, Oh, Chéri“,... - und schließlich taumelnd „La Foule“ von Édith Piaf.

Durch Emilia Blumenbergs Schauspielkunst werden diese Chansons zu einem gelebten Gedicht, einer Stimmung, einer Anekdote, einer Liebeserklärung, die Nils Mille am Flügel sensibel und spannungsvoll in seine musikalischen Arrangements einbettet. „Car l´art n´est qu´amour“!

Seit drei Jahren bereits ist das Blumenberg-Mille-Duo mit Erfolg ‚on the road‘.
Mille, ausgezeichneter Diplom-Musiker und Instrumentalpädagoge unterrichtete am Vienna-Konservatorium Wien, spielte in verschiedenen Orchester- und Band-Formationen und ist nach einer zweijährigen Gastprofessur am Edward Said National Conservatory of Music in Palästina heute in Marburg als Pianist, Komponist und Klavierpädagoge aktiv.

Bühnen- und Filmschauspielerin Blumenberg war u.a. an den Hamburger Kammerspielen und am Aalto-Theater der Philharmonie Essen engagiert und spielte in Fernsehserien wie „Soko Wismar“, „Der Fahnder“, „Der Kriminalist“ und zahlreichen weiteren Produktionen mit. Neben ihrer Dozententätigkeit tritt sie seit vielen Jahren erfolgreich mit eigenen Bühnenprogrammen auf.

Taunusnachrichten, 13. Nov. 2016:
Chansons und Charisma mit Emilia Blumenberg
Vor allem Blumenbergs Schauspiel reißt mit, sie bewegt sich unsicher wie ein kleines Mädchen und dann wieder ist sie die Grande Dame. (…) Es fällt auf, welch charismatische und wohltönende Sprechstimme Emilia Blumenberg hat, da schlägt ihre Theaterausbildung durch und man könnte ihr stundenlang zuhören. (…) Danach geht es schwungvoll weiter mit „Milord“, dem erfolgreichsten Lied der Piaf. Die Sängerin ist jetzt nur „une ombre dans la rue“, ein unbeachtetes Straßenmädchen. Blumenberg geht emotional ganz aus sich heraus und zeigt, dass sie auch tanzen kann. „Mon manège à moi“ handelt von einer glücklichen Liebe – „muss es ja auch mal geben“. „Er“ verdreht „ihr“ den Kopf, wie ein Karussell eben! (…) das Publikum amüsiert sich köstlich.

Eintritt: 12 € / Mitglieder 10 € / Studenten 5 €


Sonntag, 04. November, 11 Uhr, Café Vetter
Ossip Mandelstam
Das Leben fiel
Maren Klingebiel (Rezitation, deutsch)
Anna Vishnevska (Gesang&Gitarre, russisch)

Ossip Emiljewitsch Mandelstam (1891-1938), gehörte zu den herausragendsten russischen Dichtern des 20. Jahrhunderts. "Ein früher Stern am russischen Dichterhimmel", erregte er bereits mit seinem ersten Gedichtband "Der Stein" (1910) großes Aufsehen. Nach der Oktoberrevolution befand er sich in einer Art „innerem Exil“ und wohnte abwechselnd in Moskau, Petersburg und Tiflis in sozial schwierigen Verhältnissen. Während in den 20-er Jahren für M. noch Möglichkeiten zum Veröffentlichen bestanden, wurde es durch die öffentliche Repression in den dreißiger Jahren für den Schriftsteller zunehmend unmöglich, die eigenen Werke zu publizieren.

Das vielleicht berühmteste seiner Gedichte - das Epigramm auf Stalin, beginnend mit den Worten "Wir Lebenden spüren den Boden nicht mehr unter den Füßen“ entstand 1934 und führte zu seiner Verhaftung und schließlich zum Tod im Jahr 1938 in einem Lager in der Nähe von Wladiwostok. Seine unveröffentlichten Gedichte konnten nur dank seiner Frau Nadeschda und seiner Freunde in den sechziger Jahren publiziert werden, da sie von dem erwähnten Personenkreis auswendig gelernt oder Notizen der Texte aufbewahrt worden waren.

"Es war die ungeheure lyrische Intensität der Dichtung Mandelstams, die ihn von seinen Zeitgenossen absonderte." (Joseph Brodsky)

Heute, 80 Jahre nach seinem Tod, erklingt die Stimme Mandelstams wieder - in den Übersetzungen von Ralf Dutli, rezitiert von Maren Klingebiel, und Liedern von Elena Frolova u.a. Komponisten, gesungen in Originalsprache von Anna Vishnevska.

Eintritt: 12 € / Mitglieder 10 € / Studenten 5 €


Sonntag, 18. November, 11 Uhr, Café Vetter
Wjatscheslaw Kuprijanow (Moskau)
liest in deutscher Sprache


Sonntag, 23. Dezember, 11 Uhr, Café Vetter
Weihnachtslesung mit
Heiko Postma