Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

Startseite

 

Das aktuelle Programmheft als PDF-Datei

Zur Seite der Neuen Literarischen Gesellschaft beim Verlag Blaues Schloss

Zur Reihe Uni im Café beim Verlag Blaues Schloss

Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


So, 05. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Dietmar Klenner
Denn sie haben nicht einmal ein Fell

Die Autorinnen Karin Liertz, Düsseldorf, Svetlana Heinrich, Sarnau, und der
Marburger Autor Dietmar Klenner stellen den neuen Roman vor.

Ein heiterer aber auch zum Nachdenken anregender Roman für alle, die Hunde mögen. Alles beginnt mit einem Rückblick auf das Zusammentreffen Mensch - Wolf vor etwa 30.000 Jahren in unserer Region und der sich entwickelnden Freundschaft Mensch - Hund.

Es folgen Geschichten von Hunden heute, die alle verheißungsvoll beginnen, aber dennoch zunächst in einem Tierheim enden. Sie brechen aus und wollen sich draußen durchschlagen. Es kommt zu einer unglaublichen Begegnung mit einem Hund aus einer fernen Galaxie, der den Hunden in kritischen Situationen hilft.

Bei Spaziergängen und beim Tennis lernen sich eine pensionierte Lehrerin und ein ehemaliger Polizist kennen und verlieben sich. Die Hunde denken über uns Menschen nach und kommen zu sehr kritischen und für uns Menschen nicht immer schmeichelhaften Ergebnissen. Zum Schluß kämpfen sie alle für ein gemeinsames Projekt. Ob es gelingt?

Eintritt: 8,- € / Mitglieder, Studenten: 6,- €


Uni im Café
So, 12. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Prof. Dr. Volker Leppin
stellt sein neues Buch vor:
Die fremde Reformation. Luthers mystische Wurzeln.

Die Reformation gilt als Zäsur, mit der das Mittelalter endet. Volker Leppin zeigt demgegenüber, dass der junge Luther einer von vielen mystischen Schriftstellern war, und führt uns eine Reformation vor Augen, die viel mittelalterlicher und fremder ist, als es die Meistererzählungen von diesem „Umbruch“ wahrhaben wollen.

Der Thesenanschlag zu Wittenberg, die Urszene der Reformationsgeschichte, hat nicht stattgefunden. Vielmehr hat Luther an diesem Tag ein „Disputationszettelchen“ verschickt, so wie es akademischer Brauch war. Diese und viele andere überraschende Erkenntnisse lassen sich gewinnen, wenn man Luther konsequent in seinem spätmittelalterlichen Umfeld betrachtet.

Rechtfertigungslehre und „Priestertum aller Gläubigen“, Predigtgottesdienst, Papstkritik und landesherrliches Kirchenregiment – all dies war selbstverständlicher Teil des spätmittelalterlichen Spektrums an Positionen und Protesten. Neu war allerdings die Art, wie Luther diese Elemente miteinander verband und von unterschiedlichen Interessengruppen zum Vordenker erhoben wurde. Erst diese Gemengelage führte zur Zuspitzung des Konflikts mit Rom. Vergessen und verdrängt wurden dabei Luthers mystische Wurzeln.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder, Studenten: 8,- €


So, 19. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Rüdiger Safranski
Zeit: Was sie mit uns macht und was wir aus ihr machen

Ein Buch über das Leben: Was macht die Zeit mit uns? Und was machen wir aus ihr? Rüdiger Safranski ermutigt uns, den Reichtum der Zeiterfahrung zurückzugewinnen.

Jenseits der Uhren, die uns ein objektives Zeitmaß vorgaukeln, erleben wir die Zeit ganz anders: in der Langeweile, bei der Hingabe, bei den Sorgen, beim Blick auf das Ende, streng gegliedert in der Musik und lose gefüllt beim Spiel. Und wieder anders im gesellschaftlichen Termingetriebe, in der beschleunigten Wirtschaftswelt, in den Medien, in der globalen Gleichzeitigkeit.

Facettenreich beschreibt Safranski das Spannungsfeld zwischen Vergehen und Beharren und ermuntert uns, aufmerksam mit diesem wertvollen Gut umzugehen.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder, Studenten: 10,- €


So, 26. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher
Wie man in eine Seifenblase hüpft.
Die Welt der Mathematik in 100 Experimenten.

Jeder kann Mathematik. Und Mathematik lernt man, indem man Mathematik macht. Am besten anhand der 100 Experimente dieses Buches und angeleitet von dem bekanntesten deutschen Mathematik-Lehrer, Professor Albrecht Beutelspacher.

Alle mathematischen Experimente in diesem Buch gehen auf Exponate des Mathematikums zurück. Sie tragen so geheimnisvolle Namen wie „Würfelschlange“, „Chaospendel“, „Faxenspiegel“, „Quadreieck“, „Verschwundenes Kind“ oder „Parabelrechner“. Manche beruhen auf beliebten Knobel-, Würfel- oder Puzzle-Spielen, andere haben ihren Ursprung in bekannten Kunstwerken, Naturphänomenen oder – wie der „Turm von Ionah“ – spannenden Geschichten.

Manche enthalten Aufgaben, vereinzelt lassen sie sich auch mit einfachen Mitteln nachbauen. Andere sind reine Gedankenexperimente. Alle haben gemeinsam, dass sie Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch und interaktiv mathematische Sachverhalte vermitteln und, dass sie vor allem großen Spaß bereiten.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder, Studenten: 8,- €


So, 10. Juli, 11 Uhr, Café Vetter
Jürgen Mette
Gnadenzeit
Mord und Totschlag im Umfeld von Bibelstunde und christlicher Gemeinschaft.

In den Allgäuer Alpen wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Für Hauptkommissar Bachhuber, der mit dem Fall betraut wird, und seine Kollegin Maria Sonnlaitner scheint der Fall bald klar zu sein. Doch dann beginnt eine Reise voller Überraschungen in das Umfeld und die Vergangenheit des Opfers.

Dabei lernen die Kommissare eine christliche Glaubensgemeinschaft kennen, die ihre Mitglieder in sektiererischer Endzeitpanik systematisch manipuliert und geistlich missbraucht. Durch die Tragödie geraten bei allen Beteiligten die Grundfesten ihrer Glaubensüberzeugungen ins Wanken.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder, Studenten: 8,- €


Uni im Café
So, 25. September, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Dr. Joachim Kahl
Johann Gottfried Herder (1744-1803) – ein zu Unrecht fast vergessener deutscher Dichter und Denker

In Marburg erinnert an ihn nur das Herder Institut am Rande des Schlossparks, dessen Aufgabengebiet freilich nur wenig von seiner Größe und Vielseitigkeit ahnen lässt. Persönlich bekannt oder im Briefaustausch stehend mit vielen Intellektuellen seiner Zeit, wie Kant, Hamann, Lessing, Wieland, Schiller, Goethe, aber auch Diderot und d'Alembert, inspirierte und begleitete er alle wesentlichen Etappen der deutschen Kultur seiner Zeit - Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik.

Im Vortrag stehen seine beiden philosophischen Hauptwerke im Mittelpunkt: "Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit" sowie "Briefe zur Beförderung der Humanität". Besonders lehrreich dabei sind Herders Verehrung für Spinoza und seine berufliche Stellung als protestantischer Geistlicher – eine Beziehung, die nicht konfliktfrei verlaufen konnte.

Eintritt: 8,- € / Mitglieder, Studenten: 6,- €


So, 18. Dezember, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Heiko Postma
Weihnachtsmatinee