So, 5. Februar 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Antje Rávic Strubel
Sturz der Tage in die Nacht
Antje Rávic Strubel erzählt eine behutsame Liebesgeschichte und eine perfide politische Story. Wem gehört die eigene Vergangenheit, wenn zwischen Erinnerung, Stasilegende und Lüge nicht mehr zu unterscheiden ist?
Eine Vogelschutzinsel in der Ostsee. Dort begegnet der junge Erik der älteren, verschlossenen Forscherin Inez und nähert sich ihr mit zärtlicher Unbeschwertheit. Mit ihm ist Rainer Feldberg auf die Insel gekommen, eine undurchsichtige Figur, der die beiden beobachtet, befragt, aushorcht. Es stellt sich heraus, dass Inez und er sich von früher kennen. Welches Spiel wird hier gespielt? Aus den Andeutungen Feldbergs, dem Wenigen, das Inez erzählt, und aus Aufzeichnungen, die Erik findet, setzt sich nach und nach eine unglaubliche Geschichte zusammen: Die Biographie eines ostdeutschen Jungen, die als Stasi-Legende und Polit-Story erfunden wird. Seine Geschichte.
»Mein Lieblingsroman, den ich für ästhetisch auch aufregender halte als Ruges Roman ›In Zeiten des abnehmenden Lichts‹, ist ›Sturz der Tage in die Nacht‹ von Antje Rávic Strubel, wo der lange Arm der Stasi mit einer Inzestgeschichte kombiniert wird. Das klingt nach Kolportage, aber ich finde, sie macht das ästhetisch eben doch sehr gelungen.« Denis Scheck, Deutschlandradio, 11.10.2011
Eintritt: € 8 / Mitglieder, Studenten € 6
So, 12. Februar 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Winfried Bornemann und Manfred Hausin
Erzpoet und Eulenspiegel
Ein Satiriker und ein Briefmacker - die "Stimme Niedersachsens" und ein niedersächsischer Eulenspiegel - zwei Herren im besten Mannesalter (oder soll man sagen: (zwei Männer im besten Herrenalter?): wie bringen die ein Programm gemeinsam auf die Reihe, wie soll es da zugehen?
Nun, mit Sicherheit nicht bierernst - aber auch nicht humorig in dem Sinne, dass man sich ständig auf die Schenkel schlagen muss. Es ist ein heiteres Ptrogramm für ernste Leute, bzw. ein ernster Anstoß für alle,die einen Witz auch dann verstehen, wenn der Erähler nicht grade eine Pappnase aufhat.
Es wird von Alltäglichem die Rede sein, aber auch von Dingen, die dahinter stecken und die wir manchmal nicht wahrhaben wollen. Ein Programm mit Temperament und Tempo, nicht aber mit Hektik.
"(Hinter)listige Realsatiren" (Neue Westfälische).
"Das eingespielte Team, das seit Jahren befreundet ist und gemeinsam auftritt, hat es faustdick hinter den Ohren" (Rahdener Zeitung).
Eintritt: € 8 / Mitglieder, Studenten € 6
So, 19. Februar 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Sibylle Prinzessin von Preußen
Dr. Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen
Friedrich der Große. Vom anständigen Umgang mit Tieren
Friedrich II. "der Große" (1712-1786), König von Preußen, war ein bedeutender Tierschützer. Gegen die von René Descartes geprägte herrschende Meinung seiner Zeit, wonach Tiere nichts anderes seien als gefühllose Kreaturen, waren sie für den preußischen König sensible und somit Schmerz empfindende Wesen. Das Buch zeigt einen bisher weitgend unbekannten König.
Sibylle Prinzessin von Preußen ist bildende Künstlerin; sie war künstlerische Leiterin des Videoprojektes an der Hochschule der Künste Berlin. Zur Verdichtung des Inhalts des vorliegenden Buches wurden bekannte historische Reproduktionen von ihr umgestaltet.
Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen ist promovierter Historiker mit dem Schwerpunkt Geschichte des Hauses Brandenburg-Preußen; er ist zugleich der unmittelbarste Nachfahre Friedrichs des Großen.
Diese Veranstaltung ist Auftakt unserer Reihe über Friedrich den Großen.
Eintritt: €12 / Mitglieder, Studenten € 10
So, 26. Februar 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Charles Ofaire (d. i. Professor Hermann Hofer)
liest aus seinem soeben erschienenen Roman
Ich, die Fransentochter
Eintritt: € 8 / Mitglieder, Studenten € 6
So, 4. März 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Wolfgang Herles (Berlin)
liest aus Die Dirigentin
Eintritt: € 8 / Mitglieder, Studenten € 6
Uni im Café
So, 11. März 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Professor Dr. Albrecht Beutelspacher
Vortrag
So, 18. März 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Hans Pleschinski
stellt sein Buch Friedrich und Voltaire vor.
Uni im Café
So, 25. März 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Professor Dr. Gerhard Marcel Martin
(aus Anlass seines 70. Geburtstags)
Apokalypse innen und außen
Religionsgeschichtlich heißt "Apokalypse" nicht Weltzerstörung, sondern Enthüllung, Aufdeckung, Offenbarung destruktiver, aber auch rettender Mächte. Doppeltes Thema ist Weltende genauso wie Weltverwandlung durch ungeheure Vernichtungsprozesse hindurch.
Apokalypse geschieht außen und innen: in weltpolitischen Dimensionen und in Visionen von himmlischen und höllischen Welten. Schon Kant unterscheidet ein natürliches, ein katastrophisch widernatürliches und ein "übernatürliches", "mystisches" Ende aller Dinge. Sind apokalyptische Traditionen gegenwärtig aktuell in Politik, Tiefenpsychologie und Theologie? Wo geschieht "Apokalypse" heute?
So, 1. April 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Sabine Adler
Vortrag: Russisches Roulette
Eintritt: € 8 / Mitglieder, Studenten € 6
Uni im Café
So, 22. April 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Professor Dr. Helmut Schmiedt
Karl May oder Die Macht der Phantasie
Eine Biographie
So, 29. April 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Rüdiger Safranski
Lesung
Heidegger. Ein Meister aus Deutschland
Eintritt: €12 / Mitglieder, Studenten €10
So, 20. Mai 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Dagmar von Gersdorff
liest aus Caroline von Humboldt
Uni im Café
So, 3. Juni 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Dr. Joachim Kahl
Französischer Existentialismus - mehr als eine philosophische Mode der Vergangenheit
Ein dreiteiliger Vortragszyklus.
1. Teil: Der französische Existentialismus im Überblick - Personen, Themen, Zusammenhänge, Irrtümer
Der französische Existentialismus war eine vielschichtige und facettenreiche kulturell-politische Bewegung in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts. Indem er die aktuelle Existenz des konkreten Individuums ins Zentrum philosophischer Reflexion rückte, gab er der Philosophie ihren alten Rang als existentieller Haltung und Lebensweise, ja Lebensgefühl zurück. In einem hinführenden Überblick werden die wesentlichen Personen, ihre Themen, ihre Kämpfe, ihre Moden, ihre Liebschaften skizziert. Die werten Besucher werden ermahnt, Café Vetter nicht in den Zustand eines verräucherten Existentialistenkellers zu versetzen. Eine Kleiderordnung mit schwarzen Rollkragenpullovern und Lederjacken besteht nicht.
So, 10. Juni 2012, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Horst Schwebel
liest aus Der Durchstreicher
Erzählungen
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